Ombuds- und Mediationsstelle des Kantons Glarus
Mit der Gemeindestrukturreform wurden aus 25 Ortsgemeinden, 18 Schulgemeinden, 16 Fürsorgegemeinden und 9 Tagwen (Bürgergemeinden) 3 Gesamtgemeinden gebildet. Mit der Neuorganisation der Gemeinden hatten sich eine grosse Zahl von Mitarbeitendenden beruflich neu zu orientieren. Als Ombuds- und Mediationsstelle der Projektleitung haben wir Behörden und Gemeindeangestellte durch diesen Prozess begleitet.
Während des laufenden Jahres stehen wir den Angestellten und Behörden in der Startphase der neuen Organisation noch zur Verfügung.
Unsere Tätigkeit umfasste bisher folgende Beratungsaufgaben:
- Standortgespräche mit Mitarbeitenden, die ihre Stelle im neuen Organigramm nicht mehr wieder fanden,
- die Rechtsberatung von Angestellten und Mediationsgespräche bei Arbeitszeugnissen, die als unfair empfunden wurden,
- die Beratung der Gemeindebehörden im Umgang mit dem neuen Personalrecht und z.B. die Ausarbeitung von Musterverträgen
- die Auslegung von Übergangsbestimmungen und Suche nach guten Lösungen bei Angestellten, die zwischen Stuhl und Bank gefallen wären.
Als Glarner Ombudsmann habe ich einen bis heute faszinierenden Reformprozess miterleben und da und dort bei der Suche nach guten Lösungen mitwirken dürfen.
Die politischen Bestrebungen zur Weiterführung der Ombudsstelle nach Abschluss der Gemeindestrukturreform werten wir auch als Vertrauensbeweis für den Sinn unserer Tätigkeit.
Südostschweiz vom 8.2.2010
Nachrichtenbeitrag DRS1 am 24.12.2010